Logo Musegg


APV Pfadi Musegg Luzern
 

Zelt1
Logo Musegg

            Altpfadfinder Verband

 

Andreas Ryser
Präsident APV Pfadi Musegg
Bergstrasse 38
6030 Ebikon
                                                                                                                                        4. Februar 2014

Email:  silo@musegg.ch

 

 Liebe APVlerin, lieber APVler,

Bereits ist das neue Jahr einige Wochen alt und unsere letzte Mitgliederversammlung schon bald aus unserem Gedächtnis verschwunden. Der Bericht von Gääggi in der nächsten Spur und Fotos auf der APV Homepage (apv.www.musegg.) werden Dir diesen Anlass jedoch nochmals in Erinnerung rufen.

Aus den Schilderungen des Corpsleiters anlässlich der Mitgliederversammlung durften wir vernehmen, dass sich das Corps Musegg gut entwickelt und sogar expandiert. Vor zwei Jahren ist der Bergtrupp aus Ebikon zur Musegg gestossen; in einem Jahr wird sich vielleicht die PTA (Abteilung €žPfadi Trotz Allem für Behinderte) dem Corps angeschlossen haben. Erfreulicherweise trägt diese Entwicklung auch dazu bei, dass der APV Musegg neue Mitglieder gewinnt. So haben sich im letzten Herbst 24 ehemalige Pfadis des Bergtrupps aus Ebikon beim APV angemeldet. Und während des letzten Güggeliessens hat das ehemalige Corpsleitungsmitglied Fun gleich 10 junge und zum Teil noch aktive Leiterinnen und Leiter für den APV gewinnen können. Wir heissen all diese Mitglieder, welche im vergangenen Jahr zu uns gestossen sind, herzlich willkommen!

Viele Vereine haben in der heutigen Zeit Schwierigkeiten, neue und junge Mitglieder zu finden. Der APV scheint zumindest gegenwärtig von dieser Entwicklung nicht stark betroffen zu sein. Ich habe deshalb versucht eine Erklärung zu findet, weshalb unser APV diesbezüglich auf der Sonnenseite steht.

Ich beobachte mit Interesse wie ehemalige Leiterinnen, Leiter und Aktive den Kontakt zu ihren Pfadikolleginnen und -kollegen auch nach der aktiven Pfadikarriere aufrechterhalten wollen. Was kann der Grund dazu sein? In jungen Jahren ist während längeren Perioden jede und jeder Teil einer grösseren Schicksalsgemeinschaft, seien es verschiedene Schulen, Sportvereine, Musikvereine oder eben die Pfadi. Aber selten schafft es eine dieser Interessensgruppen, eine Ausnahme sind vielleicht Studentenverbindungen, dass sich ihre damaligen Mitglieder noch nach Jahrzehnten zu gemeinsamen Anlässen treffen oder vier Generationen an der Mitgliederversammlung einen gemeinsamen Abend verbringen. In dieser Beziehung stellen die Ehemaligenverbände der Pfadibewegung, und im Speziellen der APV Musegg, eine Besonderheit dar. Woher kommt dieser Zusammenhalt?

Die meisten Mitglieder im APV haben ihre aktive Pfadizeit vom Wölfli bis zum Venner- und Leiteralter miterlebt. Die gemeinsamen Erlebnisse während diesen Jahren haben viele von uns geprägt, man ist mit Gleichaltrigen durch Dick und Dünn gegangen, hat gemeinsame Interessen entdeckt, Freundschaften geschlossen und bereits in jungen Jahren Verantwortung übernehmen können. Nach der aktiven Pfadizeit trennen sich oft die Wege: Ausbildung, Beruf oder die Gründung einer Familie eröffnen neue Horizonte. Offensichtlich scheint es in der Natur des Menschen zu liegen, dass er sich nach einer gewissen Zeit an die schönen, unbekümmerten Jugendjahre zurückerinnert. Man beginnt sich zu fragen, was wohl aus diesem oder jenem ehemaligen Pfadifreund geworden ist, mit dem man Lager organisiert oder unvergessliche Bergtouren unternommen hat. Man verspürt den Wunsch einander wieder einmal zu treffen. Vielleicht hat der ehemalige Pfadikollege gleichaltrige Kinder oder immer noch die gleichen gemeinsamen Interessen wie damals. Schon einige Male konnte ich durch Vermittlung von Kontakten APV Mitgliedern eine grosse Freude bereiten, die dadurch ihre ehemaligen Kameraden wieder gefunden haben.

Wie steht es aber um den Nachwuchs für den APV, sind unsere Jungen, unsere gegenwärtigen Leiterinnen und Leiter überhaupt daran interessiert unserem Verband beizutreten? Ich bin davon überzeugt, dass das gleiche Bedürfnis wie bei zahlreichen früheren Pfadigenerationen auch heute noch vorhanden ist. Man möchte den Kontakt mit seinen Kolleginnen und Kollegen nicht ganz verlieren, trotz oder gerade wegen unserer schnelllebigen Zeit. Facebook und Co. sind Errungenschaften unserer Zeit, die jedoch persönliche Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse nur beschränkt zufriedenstellen können. Andrerseits ist es in der heutigen Zeit schwieriger, junge Leute an einen Verein oder eine Freiwilligeninstitution zu binden. Viele, nicht nur die Jungen, möchten von den zahlreichen Freizeitangeboten profitieren, ohne sich jedoch zu einer Gegenleistung zu verpflichten. Eine freie Gesellschaft lebt und überlebt jedoch nur, wenn sich alle mit ihren entsprechenden Fähigkeiten an deren Aufgaben beteiligen. In dieser Hinsicht sind unsere Leiterinnen und Leiter und zahlreiche Mitglieder des APV unsere Vorbilder. Sie setzen Teil ihrer Freizeit dafür ein, dass unser Pfadicorps lebt und leisten dadurch einen wichtigen Teil an die Entwicklung unserer Gesellschaft.

Zu unserm APV wollen wir deshalb Sorge tragen. Junge wie ältere Mitglieder sollen ihren Interessen entsprechend darin Platz finden und sich bei uns wohl fühlen. Der Vorstand möchte mit seiner Arbeit seine mehr als 660 Mitglieder darin unterstützen.

 

In diesem Sinne freue ich mich auf zahlreiche Begegnungen mit ehemaligen Musegglerinnen und Musegglern in den kommenden Monaten und verbleibe

 

Mit herzlichen Pfadigrüssen

 Andreas Ryser / Silo
Präsident APV Pfadi Musegg