Logo Musegg


APV Pfadi Musegg Luzern
 

Zelt1

Blick hinter die Kulissen des Verkehrshauses

Am vergangenen 8. November fanden 50 APVlerInnen und zugewandte Orte den Weg ins grösste Ausstellungshaus der Schweiz um die Gelegenheit zu nutzen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Begrüsst wurden wir von keinem geringeren als dem Hausherrn selbst. Martin Bütikofer, Direktor des Verkehrshauses ist ein waschechter Museggler. Sein Interesse am rollenden Verkehr begann übrigens in seinem ersten Wölflilager während der Taufe, an der auch seine Wölflitante Boy (die heutige Regierungsrätin Yvonne Schärli) beteiligt gewesen ist. Später hat Protz, sein Pfadiname bei den Gäälen, als Diplomarbeit zum Wirtschaftsingenieur die Stadtbahn Zug entworfen und diese gleich auch noch realisiert.

Martin Bütikofer

 Martin Bütikofer in der Eisenbahnhalle

Da dürfen wir als MusegglerIn doch ein bisschen stolz darauf sein, dass einer der unsrigen uns das Reisen mit dem Zug einfacher und bequemer gemacht hat. Die Freude an der Arbeit, sein Herzblut für das Verkehrshaus hat man förmlich herausgespürt. Er möchte das Verkehrshaus nicht verwalten, sondern beleben, mit neuen und teils unkonventionellen Ideen. Ob das nun alte Traktoren sind, die durch den Eingangsbereich in den Innenhof zur Parade auffahren oder eine Bundesrätin, die mit dem Helikopter dort landet, all dies hat mit Verkehr zu tun und soll dem überraschten Besucher, den zahlreichen Kindern gezeigt werden. Ein anderes Mal ist es eine Familie, die den Rolls Royce ihres verstorbenen Vaters dem Verkehrshaus schenken möchte. Wer von uns hätte nicht gerne ein solches Angebot und würde als Dank noch etwas dafür bezahlen. Nicht so der Protz. Er hätte gerne das Weggli und den Batzen, sprich den Rolls Royce sowie noch einige zehntausend Franken dazu; das Auto muss ja auch unterhalten werden, sonst ist die ganze Schenkung nutzlos. Die Familie sieht dies ein und das Verkehrshaus kriegt das Weggli und den Batzen. Dies nur einige Anekdoten, die wir aus berufenem Munde vernehmen konnten.

Seit einem halben Jahr steht gut sichtbar vor der Eingangshalle der original Bohrkopf des NEAT Gotthard Eisenbahntunnels mit einem imposanten Durchmesser von ca. 9.20 Metern. Von der anfänglichen Idee des NEAT Konsortium, einen „Käse“ des Kolosses dem Verkehrshaus zu schenken hielt Protz nicht viel. Wie soll sich ein Dreikäsehoch vorstellen, was denn dieses Teil bedeuten soll. Also wenn schon gleich den ganzen Bohrkopf aufstellen. So steht nun der 240 Tonnen Koloss auf zahlreichen Pfählen, damit dieser nicht im weichen Grund versinkt. Wer zum Vergleich wissen möchte wie die Bohrmaschinen für den Ausbruch des ersten Gotthardbahntunnels ausgesehen haben findet diese gleich hinter dem Modell der NEAT Tunnelbohrmaschine in der Eisenbahnhalle. Da möchte man beinah von Gartenwerkzeug sprechen.

Wer von uns Besuchern hat schon gewusst, dass im Untergrund des Verkehrshauses Juwelen von Automobilen lagern, die auch teilweise gemietet werden können. Da findet man Automobile, deren Erbauer schon lange die Produktion aufgegeben haben. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass neben den ausgestellten 3500 Objekte noch weitere 5000 in Aussenstellen lagern.

Silo mit Geschaeftauto

Der Präsident
begutachtete
seinen neuen
APV Geschäfts
Oldtimer

Wetz Ubot

Wetz beim Verlassen des
einzigen Schweizer U-Bootes

Die älteren Semester unter uns mögen sich noch an das erste und einzige je in der Schweiz gebaute Unterseebot erinnern, den Mesoscaph, der an der Expo 64 in Lausanne im Genfersee herumgetaucht ist. Gesehen hat man bei der Fahrt nicht viel, da die Wasserqualität das Licht der Scheinwerfer nicht weit scheinen liess. Offensichtlich ist damals den Passagieren bewusst geworden, dass etwas gegen die Verschmutzung der Seen unternommen werden muss! Bald 50 Jahre später ist der See wieder sauber und die Sicht wäre bestimmt besser.

Piicard Experte Daniel Geissmann

Der Piccard-Experte
Daniel Geissmann mit den
aufmerksamen Marco und Chnirps

Herr Daniel Geissmann, der das U-Boot ebenso gut kennt wie die Familie Piccard, hat uns auch einen Einblick in das Boot gewährt. Diese Besichtigung alleine war es schon wert an diesem APV Anlass dabei gewesen zu sein. Dass die Erhaltung dieses technischen Denkmals und Schweizer Kulturgutes einiges kosten wird sei nur am Rande erwähnt. Spender sind deshalb jederzeit herzlich willkommen.

Nach dieser Fülle von Informationen durften wir in der Schienenhalle neben den beiden „Krokodilen“ den vom APV gespendeten Apéro geniessen. Anschliessend verschoben wir uns an die schön gedeckten Tischen im Restaurant Piccard zum gemeinsamen Nachtessen. Der Chef des Hauses vermittelte uns zwischen den Menuegängen weitere interessante Informationen zum Verkehrshaus. Die Uhrzeiger standen auf etwa 22.30 Uhr, als sich die Reihen lichteten und wir nach einer interessanten Besichtigung unsern Heimweg antraten. / Silo

Essen

 

Weitere Fotos findest Du in der Fotogalerie 2012